Alles auf einen Blick

 

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JWSPORT                          Am Ölgraben 9
37345 Großbodungen

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Vergasereinstellung

  1. Schwimmerstand einstellen
    Die 15er Einlassdüse im Schwimmernadelventil ist gegen eine 20er Düse zu ersetzen, damit das Benzin schnell nachläuft und der Schwimmerstand sehr niedrig eingestellt werden kann. Wenn die 20er Düse eingesetzt ist, sollte der kleine Bolzen am Einlassventil ( ca. 1,5mm lang ) am Schleifbock ganz langsam ca. 1mm abgeschliffen werden so, dass noch 0,5mm stehen bleiben.


    Damit erreicht man eine exaktere Einstellung des geschlossenen Schwimmerstands.
    Bevor der Schwimmer eingestellt wird, sollte die Nase die das Einlassventil schließt mit einer Zange flach gebogen werden, damit sie genau waagerecht zum Einlassventil steht. Am Schwimmer wird der offene und der geschlossene Zustand eingestellt. Dazu den Vergaser mit dem Schwimmer nach oben halten.

    Einstellen des geschlossenen Zustandes: Oberkante Schwimmerkugeln = Höhe Dichtfläche für Schwimmerwanne.


    Einstellen des offenen Zustandes: Jetzt den Vergaser mit dem Schwimmer nach unten halten. Unterkante Schwimmerkugeln = Höhe Hauptdüse.


     

    Die Einstellung kann überprüft werden, indem man die Schwimmerwanne wieder vollständig montiert und (mit Hilfe eines kurzen Stücks Benzinschlauch) in den Benzinstutzen hineinbläst. Die Vergaserwanne muss dabei nach unten zeigen. Geht leicht Luft hinein, so stimmt die Einstellung. Jetzt den Vergaser mit der Wanne nach oben halten und wieder hineinpusten. In dieser Stellung ist es bei exakter Einstellung des Schwimmers nicht möglich, Luft hinzupusten.

     

    Zudem empfehlen wir, die Starterdüse (in der Vergaserwanne) schräg abzuschleifen/ -feilen/ -fräsen, damit durch die weitere Schwimmeröffnung das Nadelventil mehr Kraftstoff durchlassen kann. Wenn dies gemacht wird, kann im Prinzip auf das Abschleifen des Nadelventils verzichtet werden.


     

    2. Hauptdüse festlegen
    Die Hauptdüse ist entscheidend für das Fahren bei Vollgas. Wenn sie nicht stimmt, ist auch die Beschleunigung schlecht, da man kein Vollgas geben kann. Die beste Hauptdüse wird wie folgt ermittelt:
    Man fährt mit Halbgas bei ca. 6000 U/min und gibt dann Vollgas. Wenn der Motor gut weiter beschleunigt, ist sie optimal. Die Hauptdüse ist perfekt, wenn mit ihr die beste Höchstgeschwindigkeit erreicht wird und die Kerzenfarbe rehbraun ist. Schnarcht der Motor bei diesem Test und man zieht den Schock, wobei der Motor dann besser läuft, ist die Hauptdüse zu vergrößern! Wenn der Motor stottert und beim Ziehen des Schocks sich noch alles verschlechtert, ist eine kleinere Hauptdüse zu verwenden. Die Düse immer nur in 5er Schritten ändern. Sollten alle Tests keinen Erfolg bringen, kann es auch sein, dass die Nadelstellung zu tief ist und beim Vollgasfahren nicht genug Benzin durch den Düsenstock lässt.

    3. Nadelstellung festlegen
    Grundeinstellung: oberhalb vom Nadelblättchen ist eine Kerbe frei. Sollte der Motor sich beim Gas geben verschlucken und auch das Einstellen der Umluftschraube nichts bringen, dann muss die Nadel etwas höher gehängt werden. Die beste Einstellung muss jeder selbst herausfinden, da jeder Vergaser etwas anders auf die Nadelstellung reagiert.

    4. Umluftschraube einstellen
    Für gute Gasannahme stellt man die Umluftschraube wie folgt ein:
    Den Motor bei etwas erhöhter Drehzahl halten und die Umluftschraube langsam herausdrehen. Die Drehzahl nimmt dabei ständig zu. Merkt man dann, dass die Drehzahl nicht weiter steigt und der Motor unregelmäßig läuft, dreht man eine ganze Umdrehung zurück.

     

    Ist die Umluftschraube zu weit geöffnet, läuft der Motor stark nach, wenn man aus hoher Drehzahl das Gas wegnimmt, dann die Umluftschraube etwas hereindrehen.

     

     Langes Viertel- oder Halbgas fahren zur Motorschonung ist ein weit verbreiteter Irrglaube, da die meisten Vergaser von Null- bis Halbgas mager abgestimmt sind, damit auch schlitzgesteuerte Motoren in unteren Drehzahlen gut ans Gas gehen. Mageres Gemisch, wie bei Viertel- und Halbgas, brennt langsam und heiß, was eine starke thermische Belastung für den Motor darstellt. Deshalb sollte zur Abwechslung gelegentlich auch Vollgas gefahren werden. Der Motor bekommt sein Öl durch den Kraftstoff. Das hat zur Folge, dass bei Vollgas der volle Kraftstoff, und somit auch die volle Ölmenge in den Motor gelangt. Diese Erklärung soll aber nicht dazu animieren, die ganze Zeit mit Vollgas zu fahren, sondern lediglich ein besseres Verständnis für einen gesunden Zweitakt-Fahrstil fördern.